Für Gehirn - BenutzerThemenangeboteÜber mich

Gibt man bei Google das Wort „Bildung“ ein,
erhält man 122 Millionen Einträge.
Bei dem Wort „praxisnahe Bildung“
sind es nur noch 1.150.000 Einträge.
Und bei dem Wort „hirngerechte Bildung“
sind es nur 3.650 Einträge.
Was könnte man daraus schließen?
MEINE MEINUNG
:
Wir tun im Bereich der Bildung zu wenig, die der Funktionsweise unseres Gehirns entgegenkommt.
Die moderne Neurowissenschaft hat in den letzten Jahren dazu wichtige Erkenntnisse gewonnen.
Eine davon ist:
Die alleinige Aneignung von viel Wissen genügt nicht!
Trotzdem wird in den Bereichen Schule – Studium
und auch im Bereich der Erwachsenenweiterbildung heute noch
sehr oft nach dem Prinzip gehandelt:
Möglichst viel Wissen in kurzer Zeit zu vermitteln – „Viel Wissen bringt viel“.

Dabei wird sehr häufig vernachlässigt, dass Wissen auch unter verschieden,
komplexen Problemstellungen anwendbar sein muss.
Wissen wird erst dann zum Können, wenn wir es im Alltag einsetzen, um ZIELE zu erreichen.
Entweder Ziele des Unternehmens oder zur Erreichung meiner eigenen Ziele.
Dann bringt Wissen auch einen Nutzen.
Das bedeutet, das Gelernte muss unter verschiedenen Bedingungen
(am besten in der Gruppe)
geübt werden bis es, wie Prof. Dr. Gerald Hüther immer sagt: „unter die Haut geht“.
Dann werden sich Einstellungen und Haltungen positiv weiter entwickeln.

Warum tun wir uns aber oft so schwer mit diesen Herangehensweisen?

Meiner Ansicht nach aus ökonomischen Gründen.
Laut einer Untersuchung des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln
aus dem Jahr 2008 hat im Durchschnitt jeder Beschäftigte
ca. 22 Stunden im Jahr an Weiterbildungsveranstaltungen teilgenommen.
Das reicht bestimmt nicht aus, um ein gehirn – gerechtes Lernen zu ermöglichen.

Wie könnte es aber gehen?
Ich glaube es sind drei Dinge, die es wert sind darüber nachzudenken:

1. Erfolgreiche Weiterbildung benötigt ausreichend Zeit.
Zeit das neu erworbene Wissen auszuprobieren (dabei auch Fehler zulassen!)
Zeit Wissen zu festigen und zu verarbeiten (Handlungsmuster schaffen)

2. Eine einzelne Weiterbildung sollte weniger Themenvielfalt enthalten und dafür mehr Zeit für
Praxisnahe Übungen bereitstellen.
Denn dann wird Bildung nachhaltig und das erworbene Wissen kann später deutlich effektiver
umgesetzt werden. Dann spart man die „Mehrzeit“ für die Weiterbildung wieder ein.

3. Diese Erkenntnisse sollten Führungskräften noch bewusster werden.
Dadurch kann die „Ausnutzung von Ressourcen“ bei Menschen ersetzt werden durch die
Potentialentfaltung bei unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen!
Das wäre auf jeden Fall ein GEWINN für BEIDE Seiten.

Michael Schade